Stephan Schlett

Fächer: Posaune, Horn, Tuba (tiefes Blech)

Stephan Schlett , Jahrgang 1967, rein theoretisch ein Bayer, die Bezeichnung Unterfranke ist dem Obernburger aber lieber, schließlich kann er sich auf Mundart fließend mit den Hanauer Eingeborenen verständigen….  

Im zarten Alter von neun Jahren wurde er mit einem Fieber infiziert, das mit einer „harmlosen“ Melodika begann, sich rasch über Trompete und Tenorhorn weiter ausbreitete und schließ- und letztendlich in Posaune im stark fortgeschrittenen Stadium mündete.  „Es hat mich einfach so….. voll erwischt. Ich bin nicht auf den Hund, sondern auf den Zug gekommen!“, so Schlett über sich selbst.

Es folgten die ersten Erfahrungen mit dem Hin-und Herziehinstrument als Zugungeheuer in einer Dixieband - nach ganzen 2 Wochen Unterricht an einer alten Hüttel-Posaune auf der Suche nach Tönen, Technik, Zugpositionen. Dazu kam das Glück, als junger Mensch in einer geeigneten Big Band spielen zu können um so ein intensives Feuer für diese Art von Musik zu entfachen. Diese Big Band leitet er mittlerweile selbst.

Seine Liebe zur Posaune wurde entflammte neu, als er beschloss, nach abgeschlossener kaufmännischer Berufsausbildung, Abitur und begonnenem Wirtschaftsstudium alles hinzuwerfen und in an der University of North Texas, (USA) Posaune studierte. Und dann gleich Jazz und Klassik – in Deutschland eigentlich undenkbar - ein Vollstipendium war sicherlich ein überzeugendes Argument. Einer seiner Mentoren war Bobby Burgess, bei dem er vorher Schüler in Stuttgart war.  

Der Einfluss von Leuten wie Royce Lumpkin, Vern Keagarice, Dan Hearle, Mike Steinel, Ed Soph und Neil Slater in den USA machten sich bemerkbar, weiter musikalischen Erfahrungen in der Karibik, Canada oder USA in zahlreichen Musical- und Theaterproduktionen, es folgten Engagements in vielen Bands hier in Europa. Da kommt einiges zusammen:

Dallas Jazz Orchestra, UNT 2 o´clock  LAB Band, Sherman Symphony Orchestra, Gebläse statt Plastik, Frankfurt Jazz BigBand, Slide`0´Mania, Big Brazz Pack, Junge Philharmonie Frankfurt, Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz, Swing Size Orchestra, Salsa Verde, Funky Style Coalition, Woodstock Love & Peace Revue, Wilson de Oliveira interan. Jazz Septet,  Blue Brothers "und alle die, die ich jetzt vergessen habe und nicht mehr hinpassen….", so Schlett weiter.


Die Arbeit und die Auftritte mit Persönlichkeiten wie Tony Lakatosch, Joe Gallardo, Dan Hearle , Ack Van Rooyen, Andi Haderer, Wilson De Oliveira, Ron Williams, Silvia Droste, Hugo Strasser, Joan Faulkner, Ali Neander & Peter Osterwold (beide Rodgau Monotones) Bonita, John Blackwell(Prince) Ernst Hutter, Chris de Burgh, Jiggs Wigham, Edo Zanki, Jürgen Zöller (BAP), Roger Hutchinson (Supertramp), oder zur gleichen Zeit zusammen studiert zu haben mit Scott Engelbrigtht (High-Note Trompetenlegende),  Nora Jones, oder meinen guten Freunden Adolfo Acosta (Tower of Power), Ben Patterson (1. Posaune und musikalischer Leiter Airmen of Note)  mit oder gar der Job als Soloposaunist im Tommy Dorsey Orchestra unter Buddy Morrow in den USA cervollständigen sein msuikalisches Kaleidoskop.


„Aber am wichtigsten ist für mich, dass ich nach all dieser Zeit immer noch jeden Tag gerne meine Posaune in die Hand nehme und mehr denn je hungrig und neugierig bin auf neue musikalische Impulse und Herausforderungen. Diese Lust und Begeisterung möchte ich auch meinen Schülern vermitteln. Egal ob in einer soliden musikalischen Grundausbildung, klassischen Vortragsstücken, Bel-Canto Etüden, U-Musik oder Improvisation.

Na, das ist doch ein Wort...