Blockflöte

Die Entstehungsgeschichte der Blockflöte reicht zurück bis zur Steinzeit in Europa (Kernspaltflötenfunde). Seit dem 15. Jahrhundert erscheint sie in verschiedenen Größen, den menschlichen Stimmlagen (Sopran, Alt, Tenor, Baß) entsprechend. Die Blockflöte verfügt über einen modulationsfähigen Ton, dem aber dynamisch relativ enge Grenzen gesetzt sind. Die Blockflöte zählt zu den ältesten Musikinstrumenten im mitteleuropäischen Raum. Blockflöten werden in Instrumentenfamilien gebaut. Die kleinste ist die Garklein, dann folgen Sopranino, Sopran, Alt, Tenor, Bass, Subbass bis hin zum Großbass. Als Ensembleinstrument hatte die Blockflöte ihre Hauptblütezeit in der Renaissance und im Frühbarock. Als Soloinstrument erreichte die Blockflöte ihre größte Bedeutung in der Barockzeit. Sie wurde wegen ihres relativ geringen Tonumfangs von der Querflöte verdrängt, erlangte aber Anfang des 20. Jahrhunderts wieder ihr Bedeutung als Instrument für die historische Aufführung.


Literatur und Einsatzmöglichkeiten
Die Spielliteratur ist recht umfangreich, sie spannt den Bogen von der Renaissance bis zur Modernen. Die Ensembleliteratur reicht zurück bis ins 15. Jahrhundert. Ab 1600 entstehen bedeutende Solowerke. Ab 1750 verliert die Blockflöte zunehmend an Bedeutung zugunsten der Querflöte. In der Musik der Moderne hat sich das Instrument dann aber wieder einen bedeutenden Platz gesichert. Die Blockflöte verfügt über umfangreiche Solo- und Ensembleliteratur in großer Besetzungsvielfalt. Sie findet Verwendung neben dem Solospiel und dem begleiteten Solospiel im Blockflötenensemble wie auch in gemischt besetzten Kammermusikgruppen bis hin zum Renaissance- und Barockorchester.


Der Anfangsunterricht
Wegen ihrer guten Handhabung wird sie gerne als Erstinstrument nach der Musikalischen Früherziehung gelehrt. Die Blockflöte ist ein ideales Vorinstrument für sämtliche Holzblasinstrumente. Durch Gruppenunterricht erlernen die Schüler frühzeitig, aufeinander zu reagieren. Die Reaktion auf den Mitspieler in Bezug auf Rhythmus und Gestaltung macht das Zusammenspiel interessant und lebendig - besonders unter den gestalterischen Gesichtspunkten von Artikulation, Phrasierung und deklamatorischem Spiel. Die Technik des Gestaltens steht schon im Anfangsunterricht im Mittelpunkt, in Abhängigkeit von erlernter Instrumentaltechnik und Alter des Schülers. Ziel des Unterrichtes ist es, den Schüler zu befähigen, mit seinem Instrument eigene Gestaltungsmöglichkeiten zu finden, eine eigenständige musikalische Persönlichkeit zu entwickeln, um mit diesen erlangten Fähigkeiten nach und nach in Ensembles hineinzuwachsen. Zu nennen sind hier für unsere Musikschule besonders: Blockflötenensemble, Ensemble für Alte Musik und barocke Kammermusik.


Günstige Eingangsvoraussetzungen
Ab etwa 6 Jahren kann mit dem Unterricht auf dem Instrument begonnen werden. Eine ausgeprägte Feinmotorik (Fingergeschicklichkeit) sowie die Möglichkeit der Koordination verschiedener Bewegungsvorgänge (Finger, Zunge, Atem), sind gute Voraussetzungen zum Erlernen der Blockflöte. Die Möglichkeit der Beobachtung und Beeinflussung des Atems, ist von zentraler Bedeutung für die musikalische Gestaltung.


Anschaffung einer Blockflöte
Blockflöten gibt es ab 50 € von renommierten Blockflötenherstellern (Mollenhauer, Moeck, Küng). Vor Billiginstrumenten ist unbedingt abzuraten. Tipp: Vor dem Kauf immer mit dem Instrumentallehrer beraten, welche Griffweisen (barock oder deutsch) und welches Fabrikat empfohlen wird.


Leihinstrumente können leider nicht zur Verfügung gestellt werden.